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Ich bin Tom Schildhauer – auf Bühnen meist nur „der Tom“ – und vertreibe mir den lieben langen Tag mit schreiben und auftreten. :)
Wann hast du mit dem Slammen angefangen?
Im August 2008 habe ich mich im Kohi in Karlsruhe das erste Mal getraut, selbst beim Slam mitzumachen.
Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?
Freiheit! Fünf bis zehn Minuten derjenige sein dürfen, dem alle ihre Ohren leihen, ist ein großartiges Gefühl. Außerdem ist natürlich das ständige Reisen und die Gesellschaft der meisten Slammer immer wieder eine Freude.
Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?
Ich will mich nicht entscheiden, will mich nicht entscheiden!
Naja, ich höre guten Lyrikern sehr sehr gern zu, schreibe aber selbst fast ausschließlich Prosa. Rap ist auf Slambühnen oft schwierig, aber manchmal schafft es trotzdem jemand, mich damit völlig aus dem Sitz zu reißen… Ich kann mich nicht entscheiden, kann mich nicht entscheiden!
Dein perfekter Tag?
Der Tag, an dem keine nervigen Mails zu beantworten, Sachen am Telefon zu klären oder Leute an der Wohnungstür abzuwimmeln sind, ist der perfekte. Die restliche Gestaltung ist dann nur noch Feinschliff.
Der beste Satz, den du je geschrieben hast?
Das ist natürlich per se erst mal schwer zu sagen, aber eine meiner Lieblingszeilen ist auf jeden Fall aus einem Track, den ich über Karlsruhe und Dessau und das Vonzuhauseweitwegwohnen geschrieben habe: „Hier bau ich mir ein Studio, muss sägen, schrauben, streichen – Aber wie ohne ein Studium mein’n Lebenstraum erreichen?“ Der Reim fängt halt schon bei Studium an, da war ich sehr stolz auf mich! :)
Hast du literarische Vorbilder?
Aus der Belletristik-Ecke gibt es eigentlich nichts, was es bisher geschafft hat, mich wirklich mitzureißen – ich bin da eher der Lach- und Sachbuchtyp. Das geht von Joscha Sauer und Dieter Nuhr bis Karl Olsberg und Richard Dawkins. Da ich ja aber auch selbst kein wirklicher „Literat“ bin, suche ich gar nicht nach Vorbildern unter den reinen Autoren.
Welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?
Hmm, vielleicht „Was steht bei dir demnächst noch an?“
Im Moment arbeite ich fleißig an meinem Soloprogramm, das im Oktober in die Startlöcher geht und mit dem ich dann hoffentlich viel durch die Landen ziehen kann. Eine DVD wird es davon bei Gelegenheit auch geben – dann habe ich endlich etwas, um es bei den Slams mit auf den Büchertisch zu stellen, juhu!
Welche Frage darf man dir nie stellen?
Bei Interviews bin ich pingelig, da will ich nicht zum hundertsten Mal beantworten müssen, wie ich auf meine Ideen oder zum Slam gekommen bin. Ich freue mich dann immer, wenn jemand mit einer ganz anderen unerwarteten Frage um die Ecke kommt. Ansonsten darf mich jeder gern alles fragen, ich muss ja nicht antworten. ;)
Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz finden oder deine Texte lesen?
Zu lesen gibt es wenig, aber jede Menge Videos von Auftritten bei unterschiedlichsten Slams, ich versuche da die Liste aktuell zu halten. Finden kann man das Ganze auf meiner Homepage und bei Myspace.
P.S.: Der Tom hat außerdem eine Facebook-Page.

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