© Uwe Lehmann |
Ich bin Dominik Bartels und versuche, Dinge zu tun, die mich begeistern. Daneben gehe ich arbeiten.
Wann hast du mit dem Slammen angefangen?
Irgendwann im Jahre 2005. Zunächst nur regional. Seit 3 Jahren bin ich sehr viel in ganz Deutschland unterwegs.
Was bedeutet „Poetry Slam“ für dich?
Es die populärste Form, die eigenen Zeilen einem interessierten Publikum vorzustellen. Daneben ist es die Möglichkeit, mit vielen Gleichgesinnten die Bühne zu teilen, Kontakte zu knüpfen und Kritikfähigkeit zu lernen. Ich gebe es offen zu, ich liebe Poetry Slam.
Wenn du dich entscheiden müsstest: Lyrik, Prosa oder ganz was anderes?
Wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich Prosa wählen. Geschichten zu erzählen, hat eine lange Tradition in der Kulturgeschichte. Außerdem engen mich die Regeln der Lyrik zu sehr ein. Wenn mir etwas wirklich auf dem Herzen liegt, dann möchte ich es einfach sagen, ohne ewig nach dem notwendigen Reim zu suchen. Allerdings bewundere ich die lyrischen Slammer, weil man nie das Gefühl hat, dass sie angestrengt nach Schema arbeiten. Das ist Kunst.
Dein perfekter Tag?
… wäre ein Tag, an dem ich abends das Gefühl habe, die Welt ist ein klein wenig besser geworden.
Der beste Satz, den du je geschrieben hast?
Ich habe einen Lieblingssatz. Wie gut der tatsächlich ist, müssten die Leser selbst entscheiden.
„Trauer bedeutet sprachlose Unerträglichkeit des Seins.“
Hast du literarische Vorbilder?
Ich denke, wenn man sehr viel liest, dann bleibt das nicht aus. Sven Regener finde ich ziemlich genial. Ich mag aber insbesondere auch die irischen Erzähler wie Roddy Doyle, Danny Morrison, Robert McLiam Wilson oder Flann O´Brien. Und Nick Hornby, den finde ich auch klasse.
Welche Frage hätte ich dir noch stellen sollen (plus Antwort, bitte)?
Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod? Nein, ich glaube an ein Leben vor dem Tod und finde, man sollte möglichst alles rausholen. Am Ende möchte ich dem Sensenmann ins Gesicht grinsen und sagen: „Was für eine abgefahrene Sache – dieses Leben.“
Welche Frage darf man dir nie stellen?
Findest Du mich zu dick?
Das ist ja alles schön und gut, aber wo kann ich dich denn jetzt im Netz finden oder deine Texte lesen?
Im Internet: dominik-bartels.com
Meine Veranstaltung: street-poetry.de
Bücher hier: blaulicht-verlag.com
P.S.: Ich habe natürlich nur die Besten im Programm, denn Dominik hat vor wenigen Tagen den ARTE WebSlam gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
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